Pressemitteilung der SVG Nr. 50 / 2019-Die MSC Brokstedt Wikinger sind neuer Deutscher Mannschaftsmeister im Speedway.

Pressemitteilung der SVG Nr. 50 / 2019-Die MSC Brokstedt Wikinger sind neuer Deutscher Mannschaftsmeister im Speedway.
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Dazu die Pressemitteilungen der am Finale beteiligten Vereine.

PM MSC Brokstedt:

„Wikinger“ sichern sich den Meistertitel – Herzschlagfinale gegen den AC Landshut

Der MSC Brokstedt e.V. im ADAC ist der neue deutsche Speedwaymeister. Nach 1997 und 2014 feiern die „Wikinger“ ihren dritten Titel in der Eliteliga.
In einem wirklich spannenden zweiten Finale konnte sich die Mannschaft von Teammanagerin Sabrina Harms auf dem Holsteinring am Ende mit 45:39 gegen den AC Landshut, den bisherigen Meister, durchsetzen.

Vor rund 2500 Zuschauern bei perfekten Bedingungen sah es dabei lange Zeit nicht wirklich gut aus. Die „Devils“ aus Landshut konnten im ersten Lauf des Tages ein souveränes 5:1 einfahren und hatten danach lange Zeit die Führung in den Händen.

Vor dem neunten Lauf hatten die Gäste die Führung mit 26:22 konstant gehalten, ehe die „Wikinger“ dann den berühmten Spies umdrehten. Lukas Fienhage (3) und Rune Holta (2) sorgten gegen Valentin Grobauer (1) und Stephan Katt (0) mit ihrem 5:1 für den 27:27-Ausgleich und für großen Jubel bei den Fans. Was folgte, war aus Brokstedter Sicht nahezu perfekt. In Lauf 11 sorgten Kai Huckenbeck und Lukas Fienhage mit ihrem 4:2 gegen Grobauer und Mark Riss endgültig für die Wende. Der Norweger Rune Holta und der „Man of the Match“, Timo Lahti aus Finnland brachten den MSC im letzten Vorlauf mit einem sensationellen 5:1 gegen Vaclav Milik und Victor Kulakov endgültig auf die Siegerstraße.

Foto:(c) Daniel Sievers

Ein 3:3 im ersten Finallauf reichte, um den dritten Titel in den Norden zu holen. Den Schlusspunkt in einem sehenswerten Finale setze erneut Timo Lahti, der mit einem Laufsieg das 45:39 perfekt machte! „Wir haben heute eine spektakuläre Saison mit dem Titelgewinn gekrönt“, so das Fazit von MSC-Teammanagerin Sabrina Harms. In der Tat war es eine Saison mit Höhen und Tiefen, die es so wohl noch nie in der nunmehr 36 jährigen Brokstedter Vereinsgeschichte gegeben hat. Harms: „Es waren zwei Finalrennen auf Augenhöhe, voller Dramatik, sportlich fair und mit respektvollem Umgang – so soll es sein!“ Am Ende war es ein Herzschlagfinale zweier sehr gut besetzten Teams, die sich sehenswerten Speedway-Sport auf Augenhöhe geliefert haben. Nach dem 42:42 im ersten Finallauf in Landshut in seiner ganzen Dramaturgie, folgte nun der zweite Akt, der genauso spannend war und letztlich den „Wikingern“ den Titel bescherte.

Michael Schubert
-Pressesprecher-
MSC Brokstedt e.V. im ADAC

PM AC Landshut:

AC Landshut Devils auf der Zielgeraden abgefangen

Vizemeistertitel 2019 nach zwei nervenaufreibenden Finalläufen und 45:39-Niederlage in Brokstedt

Jeder Sportler kennt das – man hat die Hand schon förmlich am Pokal, doch dann wird er einem auf den letzten Metern noch aus den Händen gerissen. So fühlten sich die AC Landshut Devils am Tag der Deutschen Einheit in Brokstedt, als aus einem anfänglichen Vorsprung erst ein Gleichstand und dann ein alles entscheidender Rückstand wurde.

Es fing unerwartet gut an für den Titelverteidiger, der gleich das erste Heat mit 5:1 für sich entscheiden konnte. Mark Riss hatte beim Start von außen eine Sternstunde und schoß förmlich an seinem Teamkollegen Viktor Kulakov vorbei, so daß sich Rune Holta und Lukas Fienhage von den Gastgebern mit den Plätzen 3 und 4 begnügen mußten.

Danach folgten wiederum insgesamt fünf Durchgänge mit 3:3, ein erneuter Beweis, daß die Leistung auf beiden Seiten – bei den Brokstedtern mit Verstärkung durch Kai Huckenbeck, der im ersten Finale noch gefehlt hatte, bei den Devils trotz Fehlen von Martin Smolinski – sehr ausgeglichen war. In Heat 7 verkürzten die Brokstedter dank eines 4:2 von Huckenbeck/Blödorn gegen Milik/Wassermann auf 2 Punkte, Landshut gelang jedoch im nächsten Heat sogleich der Konter. So weit, so gut. Doch dann gelang es den Gastgebern, die zwar durchaus Nerven zeigten – Rune Holta kassierte in diesem Heat die insgesamt dritte Verwarnung auf Seiten der Wikinger – , aber dennoch stets ihre Chancen wahrten, ein 5:1 mit Holta/Fienhage gegen Grobauer/Katt, was dann den Ausgleich brachte. Der letzte Durchgang vor den beiden Finalläufen lief dann gegen die Devils. Beim Aufeinandertreffen der C-Fahrer gab es ein 3:3, nachdem Sandro Wassermann mit 15-m-Handicap im Rerun starten mußte. Hier hatte sich sicherlich die Startverzögerung aufgrund eines Fotografen, der partout nicht aus der Sicherheitszone wollte, auf die Konzentration niedergeschlagen. Daß Wassermann letztlich noch ein 3:3 herausholen konnte, zeigt, daß bei regulärem Start durchaus mehr drin gewesen wäre. Der Durchgang der B-Fahrer endete mit einem 4:2 gegen die Devils, das der A-Fahrer letztlich mit 5:1 für die Wikinger, und plötzlich liefen die Devils einem Rückstand von 6 Punkten hinterher.


In den beiden Finalläufen hätten nur noch zwei 5:1 dem Titelverteidiger den Sieg bringen können, doch diese endeten nochmals 3:3. Wobei sich keiner der Devils die Butter vom Brot nehmen lassen wollte und alle kämpften bis zum Schluß. Viktor Kulakov hatte mit Motorproblemen zu tun und war sichtlich enttäuscht über eine zweite Nullrunde an diesem Tag. Auch Vaclav Milik kam mit der Bahn nicht optimal zurecht und mußte wertvolle Punkte liegenlassen.

Am Ende also diesmal „nur“ der Vizetitel für den Rekordmeister, doch die Fans feierten ihre Mannschaft wie einen Sieger, und diese bedankte sich für die – Zitat Stephan Katt – „geile Unterstützung“ mit einem „super wart Ihr“.

Im Lager der Devils sah man das Ergebnis mit gemischten Gefühlen. „Wir waren heute nicht der Favorit, und natürlich sind wir durch die bekannten Umstände geschwächt. Doch wenn man dann trotz allem so nah dran ist am Titel, ist es bitter, wenn man am Ende noch daran vorbeischrammt. Kompliment an die Jungs, man kann heute keinem nachsagen, daß er den Titel nicht mit jeder Faser seines Herzens gewollt hätte“, lobt Teammanager Klaus Zwerschina. „Unser Glückwunsch geht an Brokstedt – sie waren nach der Vorrunde Tabellenführer, sie wären im Falle einer Rennabsage wegen des gewonnenen Stechen in Landshut Meister gewesen, und sie haben sich den Titel nun auch in einem fairen Schlagabtausch erkämpft. “
Mit dem Abschluß der 2019-er Saison steht auch das Motto für das kommende Jahr: 20. Meistertitel im Jahr 2020 für die AC Landshut Devils…
Claudia Patzak
AC Landshut – Presse

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