Pressemitteilung der SVG Nr. 49 / 2019 – Patt im Titelduell zwischen Devils und Wikingern

Pressemitteilung der SVG Nr. 49 / 2019 – Patt im Titelduell zwischen Devils und Wikingern
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Das Finale I der Bundesliga endet Unentschieden. Hier sind die Pressemitteilungen der beiden Vereine.

PM AC Landshut:
Patt im Titelduell zwischen Devils und Wikingern

Erstes Finale der Speedway-Bundesliga 2019 endet 42:42 und leichtem strategischem Vorteil der Brokstedt Wikinger
Für schwache Nerven war das erste Aufeinandertreffen der diesjährigen Konkurrenten um den Meistertitel in der Speedway-Bundesliga am Sonntag beim AC Landshut wirklich nichts. Vor 3.050 Zuschauern lagen die ausfallgeschwächten Gastgeber kurz in Führung, glichen einen Rückstand aus und gehen nun mit Gleichstand in das alles entscheidende zweite Finale am 3. Oktober in Brokstedt.

Doch der Reihe nach. Wie nervös beide Seiten waren, machte sich schon beim Start zum allerersten Lauf bemerkbar, als sowohl Viktor Kulakov von den Devils als auch Rune Holta von den Wikingern in der Grünphase „zuckten“ und eine Verwarnung kassierten. Den Sieg nach Neustart holte sich der junge Russe ungefährdet, dahinter dann Holta und Dilger von den Gästen vor Mark Riss. Nicht viel anders sah es auch im zweiten und dritten Durchgang aus, wobei in letzterem Valentin Grobauer nach verlorenem Start in der zweiten Kurve beherzt an Norick Blödorn vorbeizog und die Führung nicht mehr aus der Hand gab. In Heat 4 lagen die Devils lange auf 4:2 Kurs, bis Sandro Wassermann im letzten Durchgang noch von Norick Blödorn eingeholt wurde, was wieder ein Unentschieden bedeutete. Eine knappe Führung von 2 Punkten gelang dem Titelverteidiger dann im nächsten Heat, in dem Viktor Kulakov sich erfolgreich gegen die anhaltenden Attacken von Timo Lahti zur Wehr setzte. Doch wie gewonnen, so zerronnen – schon im nächsten Lauf glichen die Wikinger wieder aus, nachdem Valentin Grobauer nach gewonnenem Start zu weit nach draußen getragen wurde, sich danach auf Platz 3 wiederfand und nochmal einen Platz aufholte. In Heat 7 dann gelang es den Gästen erstmals, mit 2 Punkten in Führung zu gehen, die sie dank dreier darauffolgender Unentschieden bis nach Heat 10 behaupten konnten. Unglücklich für die Devils vor allem Heat 10, als sich Katt und Wassermann ins Gehege kamen, letzterer stürzte und Katt zum Rerun nicht mehr zugelassen wurde. Doch Wassermann, im zweiten Renneinsatz seit seiner Verletzung Ende Juli, bewies Nervenstärke und holte einen Start-Ziel-Sieg, stets heftig attackiert vom erst 15-jährigen Norick Blödorn, der bei seiner Premiere auf der Landshuter Bahn immerhin 8 Punkte einfuhr. Mehr wäre auch in Heat 11 für die Devils drin gewesen, als Valentin Grobauer den ersten Start gewonnen hatte, jedoch Mark Riss nach Fremdeinwirkung von Max Dilger zu Sturz kam. Im Rerun gewann Riss den Start, Grobauer lag bis kurz vor Zieleinfahrt auf zweiter Position, bis er noch von Lukas Fienhage abgefangen wurde.

Die nachfolgenden Läufe endeten dann wiederum 3:3, so daß der Endstand nach 14 Läufen 42:42 lautete.
„Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele Unentschieden gesehen zu haben, insbesondere in einem Finale“, kommentierte ACL-Vorstand Gerald Simbeck nach dem Rennen. „Das war heute schon eine verrückte Sache.“

Aufgrund des ausgeglichenen Ergebnisses kamen die Zuschauer noch in den Genuß eines Extra-Rennens, da Schiedsrichter Christian Froschauer vor den beiden Finalläufen per Stadionsprecher auf eine Besonderheit des Reglements aufmerksam gemacht hatte: Für den Fall, daß das zweite Finalrennen in Brokstedt am kommenden Donnerstag nicht gefahren werden könne – z. B. wegen schlechter Witterungs- und Bahnverhältnisse -, müsse es in Landshut einen Sieger geben. Daher sei noch ein Stechen zu fahren, dessen Ergebnis egalisiert ist, wenn das Rennen in Brokstedt stattfindet.

Hier traten erwartungsgemäß die beiden punktbesten Fahrer der Teams, Vaclav Milik – trotz Sturz am Vorabend beim SEC-Finale in Topform – und Timo Lahti, an. Zwar zeigte Lahti anfangs Nerven und verursachte einen Rerun, setzte sich dann aber gegen den Tschechen durch, so daß die Brokstedter hier den Sieg mit nach Hause nehmen konnten und einen leichten strategischen Vorteil gegenüber den Devils haben.

Dennoch ist man im Lager des Rekordmeisters kampfeslustig: „Wir hatten uns ja erhofft, hier heute ein kleines Punktepolster einfahren zu können, wohl wissend natürlich, daß das ohne Martin Smolinski und mit zwei Fahrern, die erst letzte Woche aus der Verletzungspause zurückgekehrt sind, extrem schwierig werden würde. Leider haben wir heute insbesondere auf den C-Positionen viele Punkte liegen lassen, die in der Endabrechnung fehlen“, analysiert Teammanager Klaus Zwerschina. „Doch noch ist alles offen, und ich erwarte auch für das Rückrennen in Brokstedt ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen.“

Nachdem die Brokstedter aller Wahrscheinlichkeit nach dann auch wieder auf B auf Kai Huckenbeck zurückgreifen können werden, während die Landshuter in derselben Aufstellung wie am Sonntag antreten, wartet eine wahrhaft höllische Aufgabe auf die Devils.
Claudia Patzak
AC Landshut – Presse

PM MSC Brokstedt:
42:42! Speedway-Krimi in der Ellermühle
Finale: Brokstedt trennt sich in Landshut unentschieden

Das erste Finale um die Deutsche Meisterschaft 2019 in der Speedway-Bundesliga war gewiss nichts für schwache Nerven. Beim AC Landshut kam das Team des MSC Brokstedt e.V. im ADAC zu einem leistungsgerechten 42:42-Unentschieden. Von Beginn agierten beide Mannschaften sehr ausgeglichen und boten den rund 3000 Zuschauern im Stadion „Ellermühle“ vor den Toren der „Dreihelmestadt“ Motorsport auf höchstem Niveau. Nach vier Punkteteilungen in den ersten vier Läufen konnten die Gastgeber zwar mit 16:14 kurzeitig die Führung übernehmen, doch konnte Brokstedt umgehend die entsprechende Antwort geben, um erneut auszugleichen. Bereits in der Anfangsphase des Matches sollte sich die ganze Dramatik der nachfolgenden Ereignisse abzeichnen. Der Führung der Gäste (29:31) setzte der amtierende Meister den erneuten Ausgleich im elften Lauf entgegen nachdem Max Dilger (Brokstedt) nach einer umstrittenen Szene und einem Sturz von Landshut Mark Riss für den Wiederholungslauf ausgeschlossen wurde.

Als sowohl der letzte von 12 Vorläufen, als auch die beiden Finalläufen jeweils mit 3:3 endeten, stand letztlich das 42:42-Endergebnis zu Buche. Da die Punkte aus beiden Finalrennen in Landshut und in Brokstedt zur endgültigen Meisterschaftsendscheidung addiert werden, im Falle einer witterungsbedingten Absage des Rennens am Donnerstag in Brokstedt, allerdings kein Sieger feststehen würde, kam es zu einem Stechen. Am Ende hatte der Finne Timo Lahti im Dienste der „Wikinger“ gegen Vaclav Milik (Tschechien) die Nase vorn. „Das war heute eine wirklich starke Leistung unserer Mannschaft“, so MSC-Teammanagerin Sabrina Harms. „Dass wir am Ende sogar noch das Stechen gewinnen konnten, freut uns natürlich noch einmal ganz besonders. Trotzdem wollen wir natürlich alles daran setzen den Fans am Donnerstag auf dem Holsteinring ebenfalls ein spannendes Rennen bieten.“

Personell würde dem MSC Brokstedt beim alles entscheidenden Finale am 3. Oktober auch wieder Mannschaftskapitän Kai Huckenbeck zur Verfügung stehen. Dieser musste seinen sportlichen Verpflichtungen in Polen nachkommen und konnte nicht in Landshut nicht starten. Harms: „Wir werden alle Möglichkeiten prüfen und dann die für uns stärkste Mannschaft ins Rennen schicken.“

Die Vergabe des Meistertitels bleibt also spannend wie selten zuvor – das Ende ist vollkommen offen. Das Rennen auf dem Holsteinring wird am Donnerstag um 14 Uhr gestartet (Nachwuchsclubmeisterschaft im Rahmenprogramm sowie Training ab 10 Uhr).

Michael Schubert
-Pressesprecher-
MSC Brokstedt e.V. im ADAC

Titelbild: Michael Eder

 

Das Pressebüro der SVG sammelt und veröffentlicht Informationen der Mitgliedsvereine und ist nicht der Verfasser, sondern sortiert die Beiträge und gibt diese als gemeinsame Pressemitteilung heraus.

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