Pressemitteilung der SVG Nr. 31 / 2019 – • Bericht vom Bundesligarennen in Brokstedt // • Bericht vom STC in Landshut

Pressemitteilung der SVG Nr. 31 / 2019 – • Bericht vom Bundesligarennen in Brokstedt  // • Bericht vom STC in Landshut
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„Wikinger“ landen teuer bezahlten Heimsieg

Der MSC Brokstedt e.V. im ADAC bleibt weiter im Geschäft um den Einzug in die beiden Finalläufe der Speedway-Bundesliga. Den 57:29-Heimsieg gegen den MC „Nordstern“ Stralsund mussten die „Wikinger“ allerdings teuer bezahlen. Ausschlaggebend war dabei der dritte, von insgesamt 14 Läufen in dem eher einseitigen Nordderby. Nach dem Start, der als irregulär von Schiedsrichter Michael Struffert sofort abgebrochen wurde, kam es eingangs der ersten Kurve zu einem fatalen Unfall. Richard Geyer (Stralsund) fuhr von der Innenbahn zur Mitte der Bahn und touchierte dabei Brokstedts Mannschaftskapitän Max Dilger. Zu allem Übel wurde durch diese Kollision auch der „Youngster“ im Team der Gastgeber, Norick Blödorn, berührt um heftigst zu Fall zu kommen. Nach einer ersten Diagnose wurden sowohl Geyer (Gehirnerschütterung) als auch der erst 15 jährige Blödorn nicht mehr starten und wurden zu weiteren Behandlungen in das Krankenhaus Neumünster eingeliefert.

Rune Holta, Routinier in Reihen des MSC Brokstedt, steuerte elf Punkte zum Heimsieg bei.  Bild: (c) Reinhard Wilde

Für Blödorn, bei dem eine nicht unerhebliche Knieverletzung festgestellt wurde, bedeutet dieser Unfall wohl eine mehrwöchige Pause. Auch Max Dilger, der das Rennen unter starken Schmerzen weiter fuhr und letztlich mit 14 Punkten neben dem Dänen René Bach zu den leistungsstärksten Brokstedtern zählte, erlitt bei dem Zusammenstoß mit Richard Geyer eine Knieverletzung, die wohl ebenfalls zu einer Zwangs-Rennpause führen wird. „Wir haben diesen Sieg zu teuer bezahlen müssen“, befand MSC-Teammanagerin Sabrina Harms nach dem Rennen.
Zwar verlief der weitere Rennverlauf unfallfrei, doch blieb das Duell der beiden Kontrahenten aus Brokstedter Sicht eine einseitige Sache. Auch wenn die Gastgeber aufgrund des Ausfalls von Norick Blödorn gleich drei weitere Läufe nur mit einem – statt normalerweise zwei – Fahrer gestalten mussten, blieben die Gäste ohne echte Chance. Lediglich im zehnten Lauf durften sich die „Nordsterne“ über einen Erfolg freuen. Dieser hatte es mit 8:1 dabei aber auch gleich förmlich in sich da der Stralsunder Ronny Weis zuvor als „Joker“ gesetzt wurde und seine eingefahrenen Punkte somit doppelt zählten. Den zusätzlich zwei Punkten durch Emil Breum, konnte „Wikinger“ Danny Maaßen als Drittplatzierter nur einen Punkt entgegen halten.

Nach 14 Läufen hatte der 57:29-Heimsieg für das Team aus Brokstedt Bestand und bedeutet somit den zweiten Platz in der aktuellen Bundesliga-Tabelle.

Am 12. Juli muss der MSC nun zum letzten Rennen der Vorrunde beim Tabellendritten, dem MSC „Wölfe“ Wittstock antreten. Am Ende der Vorrunde werden die beiden erstplatzierten Teams der Liga dann die beiden Finalläufe um die Vergabe der deutschen Meisterschaft austragen. Der Tabellenführer AC Landshut muss zwar noch in Stralsund und im Heimrennen gegen die DMV „White Tigers“ aus Diedenbergen antreten, dürfte das Finalticket allerdings nach Expertenmeinung nach Siegen gegen Brokstedt und Wittstock gelöst zu haben. Für den Einzug in das Bundesliga-Finale reicht dem MSC Brokstedt in Wittstock zwar bereits ein Unentschieden, doch plagen Sabrina Harms durch die Verletzungen von Dilger und Blödorn nun arge Personalnöte. Harms: „Wir müssen letztlich sehen welche Fahrer uns für das entscheidende Rennen in Wittstock zur Verfügung stehen. In jedem Fall wird dies eine ganz schwierige Aufgabe für uns.“

Michael Schubert


AC Landshut Young Devils fahren in der heimischen OneSolar Arena aufs Podest – Platz 3 hinter Dohren und Olching im STC

Wie erwartet, haben sich die Landshuter beim zweiten Rennen binnen Wochenfrist auf ihrer Heimbahn deutlich wohler gefühlt als in Diedenbergen und haben es auf das Podest geschafft. Die jungen Teufel Sandro Wassermann, Jonas Wilke, Mario Niedermeier, Maximilian Troidl und Leon Krusch sammelten insgesamt 29 Punkte ein und erzielten damit hinter dem Emsland Speedway Team Dohren um Kai Huckenbeck (33 Punkte), das den Olchingern (31 Punkte) im B- und C- Rennen noch den Sieg wegschnappte, Platz 3. Mit Platz 4 und 21 Punkten mussten sich diesmal die DMV Junior „White Tigers“ aus Diedenbergen begnügen.

Die Mannschaftsbetreuer der Landshuter zeigen sich zufrieden: „Ich denke, wir können mit dem 3. Platz insgesamt ganz gut leben. Das Ergebnis war dank eines überragenden Sandro Wassermann sogar knapper als erwartet“, so Klaus Zwerschina. Aber auch die anderen Mannschaftsmitglieder, die zum Teil bereits am Vortag im Bayerncup angetreten waren und dort ebenfalls gut gepunktet hatten, zeigten vor 650 Zuschauern im Vergleich zum Vorwochenende eine deutliche Leistungssteigerung.

STC  in Landshut: Niedermeier-Wunderer-Schulz-Wachs Bild: (c)Breu

So hielten sich die Gastgeber von Anfang an bei den Teampunkten zunächst gleichauf mit Diedenbergen, bevor sie dann schon ab Heat 6 auf Platz 3 lagen und ihren Vorsprung ausbauen konnten. Zwischen Heat 10 und 15 hatten sie sogar schon Kurs auf Platz 2 eingeschlagen. Leon Krusch gelang bei seinem zweiten Teamcup-Einsatz in der 250ccm-Klasse hinter dem überragenden Erik Bachhuber aus Olching einmal Platz 3 und einmal Platz 2. Mario Niedermeier hatte den Unglücksraben endlich abgeschüttelt, punktete in seinen beiden Läufen und fuhr einmal einen sicheren zweiten Platz nach Hause. Maximilian Troidl nutzte in Heat 7 die kurzzeitige Verwirrung des bis dahin vor ihm liegenden Julian Bielmeier beim Ausfall von Fabian Wachs und stieß beherzt in die sich bietende Lücke, was auch für ihn schließlich einen 2. Platz in diesem Durchgang bedeutete. Nicht ganz so günstig lief es für Jonas Wilke – in Heat 8 zwei Runden lange in Führung, wurde er dann vom routinierteren René Deddens abgefangen. Danach verhinderten zwei schlechte Starts eine bessere Punkteausbeute. Überragend an diesem Tag jedoch Sandro Wassermann, der sich nur in Heat 6 dem Top Speed von Kai Huckenbeck beugen musste. Entweder gleich vom Start weg in Führung, oder aber durch beherzte Angriffe aus Position 2 auf den Außenlinien, war er in der Endabrechnung nur einen Punkt vom Maximum entfernt und hatte an diesem Tag sichtlich Spaß auf der Bahn.

Nun gilt es in den verbleibenden zwei Rennen an dieses Leistungsniveau anzuknüpfen. Das nächste Rennen steht für die Young Devils erst am 1. September an, wenn es gegen Güstrow, Wolfslake und Dohren geht. Den Abschluss der Teamcup-Serie bildet dann am 22. September das Nachholrennen in Olching, bei dem es nochmals gegen Güstrow und erstmals in der Saison gegen Titelverteidiger Cloppenburg geht.

Text: Claudia Patzak


Das Pressebüro der SVG sammelt und veröffentlicht Informationen der Mitgliedsvereine und ist nicht der Verfasser, sondern sortiert die Beiträge und gibt diese als gemeinsame Pressemitteilung heraus.

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