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Speedway GP-Quali in Abensberg – Smolinski triumphiert mit Maximum!

 

Der Lokalheld Martin Smolinski erwischte beim Speedway Grand Prix-Qualirennen in Abensberg einen echten Sahnetag. Der 34-jährige aus Olching dominierte die Konkurrenz der 16 Fahrer aus 14 Nationen von Beginn an. Der amtierende deutsche Speedwaymeister und Langbahnweltmeister schien eine hervorragende Abstimmung für seine Maschinen gefunden zu haben. Auf der Bahn in Abensberg kam ihm keiner hinterher, er war am schnellsten bei den Starts und er hatte den besten Topspeed. So siegte er in jedem seiner fünf Läufe und kam auf das Maximum von 15 Punkten. Damit zieht Smolinski souverän in das Finale der Qualifikation am 24. August in Gorican ein. Mit einem Platz unter den ersten dreien würde er sich dort für den Grand Prix 2020 qualifizieren.

Bild: (c) A. Reichmann

Für den zweiten Deutschen Tobias Busch lief es weniger gut. Nach einem zweiten Platz bei seinem ersten Auftritt auf der neuen Abensberger Bahn, wo man Start und Ziel auf die Gegengerade verlegt hatte, fiel er im zweiten Lauf mit gerissener Kette nach wenigen Metern aus. Am Ende hatte er fünf Zähler auf seinem Konto und war damit weit weg von einem Einzug ins Finale.

Die weiteren Plätze auf dem Treppchen und den damit verbundenen sicheren Startplatz in Gorican holten sich der Ukrainer Aleksandr Loktaev und Kenneth Bjerre (Dänemark). Beide hatten nach fünf Läufen 13 Punkte auf dem Konto und mussten so nochmal im Stechen um Platz zwei antreten. Das Stechen war schnell entschieden, denn Bjerre schied in der ersten Runde mit technischen Problemen aus. Grundsätzlich würde auch Rang vier für die nächste Runde reichen, doch der in Abensberg startende Kroate Jurica Pavlic hat seinen Platz für das Finale beim Heimrennen sicher, so dass der vierte Startplatz an ihn ging, obwohl er auf dem sechsten Platz landete. Für den starken Finnen Timo Lahti reichte es damit nicht.

Martin Smolinski war nach seinem Galaauftritt überglücklich und voll des Lobes für sein Team und die Organisatoren vom MSC Abensberg. Jetzt gelte die Konzentration dem 24. August und der nächsten Chance, nach 2014 wieder in den Grand Prix einzuziehen.

Ausblick: Am 14. Juli findet in Abensberg die deutsche Speedway Einzelmeisterschaft statt. Hier treten die 16 besten deutschen Fahrer an, um den deutschen Meister auszufahren. Titelverteidiger ist Martin Smolinski, der sich im vergangenen Jahr in Güstrow die Meisterschaft bereits zum sechsten Mal sicherte.

Alexander Reichmann

Motorsportclub Abensberg

– Press Office –

 

Ergebnis Speedway Grand Prix-Qualifikationsrennen Abensberg:

1.Martin Smolinski (Deutschland/15 Punkte),

2.Aleksandr Loktaev (Ukraine/13+3),

3.Kenneth Bjerre (Dänemark/13+0),

4.Timo Lahti (Finnland/11),

5.Pawel Przedpelski (Polen/10),

6.Jurica Pavlic (Kroatien/10),

7.Vaclav Milik (Tschechien/9),

8.Linus Sundström (Schweden/9),

9.Michael Bech Jensen (Dänemark/6),

10.Paco Castagna (Italien/5),

11.Tobias Busch (Deutschland/5),

12.Charles Wright (Großbritannien/5),

13.Mitac Ivacic (Slowenien/4),

14.Lasse Madland Fredriksen (Norwegen/3),

15.Roland Kovacs (Ungarn/2),

16.Ricards Ansviesulis (Lettland/0).


8000 Besucher machen den Güstrower Pfingstpokal zum Speedwayfest!

Noch am Tag zuvor waren der Franzosen David Bellego und der Brite Robert Lambert in ihren Heimatländern in der GP Qualifikation unterwegs. Belego musste aus Lamothe und Lambert aus Glasgow nach Güstrow anreisen. Beide schafften es nicht nur pünktlich, sondern standen am Ende auch noch punktgleich nebeneinander auf dem Siegerpodest.

Bis die Marseillaise für den Sieger des Pfingstpokals 2019 gespielt werden konnte, erlebten die 8000 Besucher ein mitreißendes und stimmungsvolles Speedwayfest im Güstrower Stadion. Wie immer zu Pfingsten begann das Spektakel mit einer eindrucksvollen Präsentation der Aktiven, bei der diese begeistert gefeiert und angefeuert wurden. Im Feld der 18 Fahrer des Hauptereignisses waren auch vier Teammitglieder der Güstrow Torros, die vom Heimpublikum natürlich besonders begrüßt werden. Aber auch die anderen Piloten sind stets wieder angetan von der besonderen Atmosphäre des Pfingstpokals, kommen darum immer wieder gern nach Güstrow und sind auf diesem Oval auch erfolgreich.

Das trifft auf jeden Fall auf die beiden Dänen Nicolai Klindt und Rasmus Jensen zu. Beide begannen den Wettbewerb mit je einer Null-Punkte-Fahrt, steigerten sich dann enorm und hatten jeweils ihren Anteil daran, dass es keinen Maximumsieger gab. Zunächst sah es so aus als würden die beiden GP-Piloten Artem Laguta (Russland) und Robert Lambert den Sieg unter sich ausmachen. Nach zwei Durchgängen verfügten beide noch über die volle Punktzahl, dann nahm jedoch Klindt dem russischen Teamweltmeister einen Zähler ab und im letzten Lauf des Tages siegte sogar Rasmus Jensen vor Lambert und Laguta. Vorher hatte Klindt auch den späteren Sieger David Bellego geschlagen. Nach den 20 Wertungsläufen zum Pfingstpokal hatten Laguta und Klindt je 12 Punkte und Bellego und Lambert je 13 Zähler gesammelt. Zunächst musste der Russe auf ein Stechen verzichten, da er Probleme mit seiner Maschine hatte. Auch die beiden Erstplatzierten traten nicht zu einem Extralauf an und so wurde der Franzose zum Sieger des Pfingstpokals ausgerufen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet aber immer der Lauf um den Fritz-Suhrbier-Pokal, in dem die besten drei des Rennens und der beste Deutsche startberechtigt sind. Dies war Michael Härtel, der sich mit seinem Kampfgeist wieder in die Herzen der Zuschauer gefahren hatte. Gefeiert wurde aber auch Tobias Busch, der irgendwie keinen guten Tag erwischt hatte und seine für das Güstrower Oval übliche Performance nicht zeigen konnte. Lukas Baumann, der den Startplatz im Pfingstpokal nach seiner tollen Leistung in der Challenge am Freitag erhalten hatte, ließ sein Talent aufblitzen, kämpfte bestens mit und freute sich zurecht über jeden erstrittenen Punkt.

Im Rahmenprogramm des Pfingstpokals gewann Tyler Haupt die 50er Konkurrenz vor Joel Schuck und Johannes Ebel. In der 250er Klasse, die in einer gemeinsamen Wertung mit dem am Vortag in Teterow ausgetragenen Auerhahnpokal gewertet wurde, war Erik Bachhuber (D) vor Mathias Pollestad (NOR) und Patrick Skaarup (DK) erfolgreich.

Bei der Wahl der Startplätze zum Fritz-Suhrbier-Pokal entschied sich der Franzose überraschend für blau. Lambert wählte gelb und Klindt weiß. Der Däne hatte den besten Start und ließ sich nicht mehr von der Spitze verdrängen, auch wenn er vehement von Robert Lambert attackiert wurde. Danach ließen sich alle vom Publikum feiern und das konnte Robert Lambert besonders gut mit Donats vor der Haupttribüne. Der Brite bedanke sich anschließend für die große Unterstützung durch die Zuschauer und freut sich schon riesig darauf, sowohl beim SEC am 13. Juli als auch bei der U21 WM am 14. September, wieder in Güstrow zu sein. Den Ausklang des Abends bildete ein Feuerwerk, das den würdigen Rahmen für die Ehrung der Sieger bildete und bestens zur Stimmung der Veranstaltung passte.

Ergebnis Pfingstpokal:

1. David Bellego (FRA) 13,

2. Robert Lambert (GB) 13,

3. Nicolai Klindt (DK) 12,

4. Artem Laguta (RUS) 12,

5. Adrian Cyfer (PL) 11,

6. Rasmus Jensen (DK) 10,

7. Michael Härtel (D) 10,

8. Vaclav Milik (CZE) 7,

9. Tobias Busch (D) 7,

10. Tomas H. Jonasson (SWE) 6,

11. Frederik Jakobsen (DK) 6,

12. Rune Holta (NOR) 5,

13. Lukas Baumann (D) 4,

14. Vladimir Borodulin (RUS) 3,

15. Ricky Wells (USA) 1,

16. Roman Lachbaum (RUS) 0,

17. Norick Blödorn (D),

18. Leon Arnheim (D)


Güstrower Pfingstchallenge geht nach Lettland!

 

Die Freude war riesig beim jungen Letten Artjoms Trofimovs als er nach dem Gewinn des Finals der Pfingstchallenge in Güstrow auf die oberste Podeststufe springen durfte und ihm zu Ehren die Nationalhymne gespielt wurde. Dabei ging er nicht unbedingt als Favorit in diesen entscheidenden letzten Lauf des Tages. Die vier besten Fahrer der Veranstaltung trafen schon im 20. Lauf aufeinander, drei von ihnen waren bis dahin ungeschlagen, nur Trofimovs musste vorher schon einen Punkt abgeben. Diesen Lauf gewann in einem spannenden Fight Michael Härtel, der einen sehr starken Eindruck hinterließ vor dem Dänen Mads Hansen und eben Artjoms Trofimovs.

Entscheidend dafür, dass nicht Michael Härtel, der schon mal die Challenge gewonnen hatte, am Ende nicht ganz oben stand, war wohl sein zweiter Platz im Halbfinale. So durfte er erst als Dritte seinen Startplatz für den Endlauf wählen und kam dann im Finale nicht mehr am Letten vorbei, konnte aber vor Mads Hansen bleiben. Es war sicher keine Entschuldigung, als Michael Härtel nach dem Rennen erklärte, dass er noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. „Ich hatte vor kurzem einen schweren Sturz in Polen und habe mich schwer an der Hüfte verletzt. So bin ich froh, dass ich das Rennen jetzt durchfahren konnte und am Ende hat es dadurch eben nicht ganz gereicht“, sagte der deutsche Juniorenmeister.

Die jungen Wilden zeigten wieder tollen Sport und herausragenden Kampfgeist. So war schon allein der vierte Lauf das Eintrittsgeld wert. Hier sahen die 1300 Zuschauer über vier Runden eine enge Auseinandersetzung zwischen Dominik Möser, der lange Zeit seine Führung behaupten konnte, vor Lukas Fienhage und Lukas Baumann. Während der eine außen angriff, versuchte der andere innen eine Lücke zu finden. Schließlich schafften es beide an Dominik Möser vorbeizugehen.

Große Beachtung von Seiten des MC Güstrow, aber natürlich auch von vielen Zuschauern, fand der Auftritt von Norick Blödorn in seinem ersten 500cc Rennen. Der junge Nachwuchspilot hatte soeben das Mindestalter erreicht und brachte eine Leistung auf die Bahn, die so nicht zu erwarten war. Gleich in seinem ersten Lauf holte er zwei Punkte und musste sich nur hinter dem späteren Sieger einreihen. Sehenswert war auch seine rundenlange Führung vor Mads Hansen, bevor der wesentlich erfahrene Däne eine kleine Lücke zum Überholen nutzte. Mit dieser Performance qualifizierte sich Norick für das Semifinale und landete damit gleich in seinem ersten Rennen in der besseren Hälfte des Starterfeldes. Sichtlich erfreut zeige sich der junge Pilot anschließend auf der Ehrenrunde, auf der er vom Publikum, das ein gutes Gespür für die besondere Bedeutung dieses Moments hatte und feierte ihn entsprechend.

1.Artjoms Trofimovs (LAV),

2. Michael Härtel (D),

3. Mads Hansen (DK),

4.Lukas Fienhage (D),

5. Dominik Möser (D),

6. Lukas Baumann (D),

7. Christian Thaysen (DK),

8. Norick Blödorn (D),

9. Brayden McGuiness (AUS),

10. Jack Smith (GB),

11. Henrik Bergström (S),

12. Emil Breum (DK),

13. Leon Arnheim (D),

14. Niklas Säyrio (FIN),

15. Max Kruth (D),

16. Pascal Peters (D),

17. David Pacalaj (SVK),

18. Liam May (AUS).


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